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Which side are you on? oder die Siegfried’sche Drachenhaut

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MmM Artikel – Which side are you on? oder die Siegfried’sche Drachenhaut

Warum es nicht erstaunt, dass die staatlich subventionierte Kunst zu den Maßnahmen schweigt, bzw. diese unterstützt. Ein Aufruf an Kollegen, hinter die Kulissen zu blicken

Von Hans Kremer und Isabelle Krötsch

Bisher schweigen die vereinten Künste weitestgehend zu dieser Krise und passen sich sogar an. Wie geht das? Sollten nicht sie, die Jahrzehnte mit Lesungen, Inszenierungen, Verfilmungen und kritischen Kunstwerken vor Faschismus und Despotismus mahnten, die ersten sein, die erkennen, was gespielt wird, was sich hinter der sogenannten Corona-Krise verbirgt, wovon dadurch abgelenkt wird? Aber Kunst und Macht waren stets verbunden. Das macht die Kunst stillschweigend zum Erfüllungsgehilfen der Machthaber, es sei denn man bedient sich der Widerstandstechnologien wie wir sie durch alle Jahrhunderte hindurch in Werken großer Meister entdecken können und zuletzt hautnah in den subversiven Kultur-Gebräuchen der DDR erfahren haben. Es ist an der Zeit, sich aus den Fängen der Abhängigkeit zu befreien und nicht mehr am Gängelband der imperialistischen Ideologie zu hängen, die uns Künstler als Statussymbol, zum Unten-halten der Massen und als reinen Marktwert von innen aushöhlt und gefügig macht.

Es geht nicht mehr um Meinungen und Maßnahmen, sondern ums Überleben. Mittels dieser sogenannten Corona-Maßnahmen wird Krieg gegen die Menschen geführt, es geht um die Zerstörung der Gesellschaft. Nach drei „Ermächtigungsgesetzen“ werden Notstandgesetze aufrechterhalten, die unsere Grundrechte außer Kraft setzen und die mühevoll über Jahrhunderte errungenen Freiheiten und Privilegien Null und nichtig machen. Wo bleibt der Aufschrei? Hier können wir nicht mehr tatenlos zusehen, nachdem wir als Künstler unterschiedlichster Sparten unser Leben dem „we will never forget and we won’t let it happen again“ (1995 – Thalia Theater Hamburg, Veranstaltung zu 50 Jahre Befreiung von Ausschwitz mit internationalen Künstlern) gewidmet hatten. Viele unter uns, so auch ich, haben sich mit ihrer Arbeit dem Durchleuchten und Vergegenwärtigen der Geschichte und dem Verunmöglichen autokratischer Impulse verschrieben.

Hier krankte in meinem eigenen Empfinden, dass auch das Kunst- und Kultursystem, besonders das Theatersystem im deutschsprachigen Raum eine sehr hierarchisch aufgebaute Struktur war. Es entstand über die vergangenen Jahre immer mehr eine unüberwindbare Spaltung, in diesem System, in dem Menschen der Willkür anderer Menschen ausgesetzt sind, über Freiheit und Frieden zu sprechen.

Und es wurde auch mit den Jahren immer weniger über die hehren Ideale gearbeitet und vielmehr das Spaltende, Verletzende, Technoide der vorherrschenden Ideologie in Szene gesetzt. Unter dem Deckmantel der Kritik an den Verhältnissen. Aber jeder, der feinfühlig ist, weiß, dass man mit der Verstofflichung von Gedanken Energie- und Informationsfelder erzeugt, die im Raum bleiben und ihre Wirkung haben. Alles, was auf einer Bühne geschieht, ist im Raum, wie in der Realität. Es ist eine analog erzeugte virtuelle Realität, die ebenso wie Gedanken, Worte und Taten das Kollektiv beeinflusst. „Achte auf Deine Gedanken, den sie werden Worte, achte auf Deine Worte, den sie werden Taten…“ etc. Kein Wunder, dass es solche Sprichwörter gibt. Wenn wir hier am Theater, und auch sonst im Leben, dies beherzigen, dann können auf der Bühne des Lebens Wunder geschehen, und solche kleinen Wunder habe ich auch ein paar Mal in meinen 40 Jahren Bühne erleben dürfen.

Wenn allerdings der „Ugly look“ und das Gewaltsame vorherrscht, dann wird eben diese Kraft durch die Bühne potenziert, selbst wenn die Macher oft ehrlicherweise Kritik am System üben wollten. Gute Absichten garantieren nicht, dass es stimmt. Hier gelten andere Gesetze, kosmische Gesetze, die wir kollektiv aus den Augen verloren haben. Insofern waren die Verhältnisse vor dieser Krise internationalen Ausmaßes nicht optimal, so dass ein „Zurück wie bisher“ nicht wünschenswert ist.

Und die Einschränkung der Grundrechte befindet sich auch nur auf der Ebene von vermeintlich staatlichen Spielregeln, die wir als „normale Bürger“ in der Regel nicht durchschauen. Denn es gibt ein Menschenrecht, das nirgends geschrieben stehen braucht, weil es immer gilt und keiner außer kraft setzbaren Legislative bedarf: das göttlich kosmisch gegebene Natur- und Menschenrecht, das jeden von uns zu freien, souveränen, selbstverantwortlichen und fähigen Lebewesen macht.

Wenn wir uns von den Strukturen nicht mehr geschützt fühlen und sie offenkundig verbrecherisch werden, ist es unser Recht, von diesem Naturrecht Gebrauch zu machen. Und Privilegien sind nur Augenwischerei, um zu verbergen, dass wir Freiheiten preisgeben, schon lange und schleichend. Das gilt es nun zu beenden.

Es geht also nicht nur um unser Überleben an sich, sondern auch um Leben und Tod eines verlogenen Systems, das uns seit viel Jahrhunderten versklavt hat und sich unmerklich von unserem Leid ernährt, das wir für Normalität halten. Das Leben ist unerbittlich, die Menschen sind schlecht etc…. Sich aus diesem gedanklichen Gefängnis zu befreien, dazu kann die Kunst wiederum sehr viel beitragen.

Es bedarf lediglich eines Bewusstseins-Sprungs, der uns ermöglicht, die wahren Zusammenhänge im Hintergrund zu erforschen, zu verstehen und individuell aufzulösen. „Menschen machen Mut“ ist hierzu eine wundervolle Plattform der Begegnung, Meinungsbildung.

Euren hohen Flug mach ich nicht mehr mit. ( …) Hier wieder auf meine Füße gekommen, will ich unter den Armen, Zerbrochenen, Schwachen Sterblichen umhergehen und von ihnen lernen, was mir fehlt, was Euch fehlt – Demut.

(…) Es ist eine Schande für die Menschheit, dass fast nie von Weisen, sondern immer von Dummköpfen, Verrückten und Verbrechern regiert wird. Das allergrößte Unglück, wovor ich Dich bitte, mich zu bewahren, ist UNEMPFINDLICHKEIT.

J.R.M. Lenz

Diesen Bewusstseins-Sprung herbei zu führen bedarf es einer gründlichen Begutachtung der verstrickten Lage:

Viele unter uns haben bisher übersehen, dass die „Lingua tertii imperii“ wieder allgegenwärtig ist, die Inversion der Worte, das Neusprech von „1984“, und aus dem „Wörterbuch des Unmenschen“ heute wieder

Worte wie „untragbar“ fallen. Für den aufgeweckten Geist ist „untragbar“ schnell liiert mit dem „für den Volkskörper“. Wenn wir schon soweit sind, dass Ken FM als „untragbar“ bezeichnet wird, nur weil sich in der mainstream-geprägten Kulturbranche der antisemitische Rufmord gegen ihn hält, der just nach dem inzwischen schon fast 10 Jahre zurückliegenden Vorfall revidiert wurde, sind wir leider gesamtgesellschaftlich in einem desolaten Zustand und zwar gerade in der Kulturbürgerlichen Mittelschicht und bei den Intellektuellen. Hier hat die ideologische Programmierung seit Schul- und Studienzeit tiefe Furchen hinterlassen, die bei vielen Kollegen mit Identität gekoppelt sind.  … Was hat unser Engagement für Frieden und Freiheit gebracht, wenn sie für eine behauptete Pandemie, und Maßnahmen, die jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehren ohne mit der Wimper zu zucken preisgegeben wird.

Wo sind wir, wenn Verbände Bildender Künste in ihrem Newsletter FFP2 Masken Bestellungen entgegennehmen, weil günstige Bezugsquellen vorhanden seien. Masken, die nachweislich bei längerem Gebrauch gesundheitsschädlich sind und vor allem abgesetzt werden müssen, da sie millionenfach gekauft wurden. Der Mensch als Müllhalde.

Ich bin zutiefst fassungslos, über die Gleichschaltung der Künstler und Intellektuellen in unserem Land, die Hülle des kritischen Verstandes und der historischen Aufklärung, die ich dachte mit meinem Beruf zu einer siegfried’schen Drachenhaut gefestigt zu haben, der kein neofaschistischer Angriff etwas anhaben kann, erweist sich als Pergament und die „feigen“ Medienblätter haben, der verwundbarsten Stelle des Menschen zur Hagen Injektion, die Gates-Tore geöffnet, die ANGST.
Jetzt heißt es: Kraft schöpfen !

Ullrich Mies findet hierfür stimmige Worte:
«Darum müssen wir einen wesentlichen Teil unserer Anstrengungen uns selbst widmen und in positive Werte, Traditionspflege, menschlichen und kulturellen Zusammenhalt investieren: Die letzte Möglichkeit für das eigene Überleben liegt heute einzig noch in der Gründung dezentraler autarker Hotspots des Widerstandes, abseits der Großstädte. Diese neuen Gemeinschaften dienen der Gesundung der Seele, der Sicherung des eigenen Heils und des inneren Friedens, der Mitmenschlichkeit, der Konservierung der über Jahrhunderte gewachsenen kulturellen, handwerklichen, geistigen und spirituellen Errungenschaften des Abendlandes, des positiven Zusammenlebens mit Natur und Tieren.
Diese letzten Inseln, die nach dem unausweichlichen ökonomischen, politischen und moralischen Zusammenbruch des Westens oder sogar noch kommender möglicher Kriege und Bürgerkriege in Europa verbleiben, sollen „die Fackel“ der kulturellen Erneuerung weitertragen. Positive neue Gemeinschaften im Geiste zu gründen, die vollkommene wirtschaftliche und geistige Autarkie bei gleichzeitiger Vernetzung unter den Hotspots zu erlangen, sei angesichts des sich abzeichnenden Verfalls überlebensnotwendig.»

Im Rahmen dieser Schwindelinszenierung, die uns immer wieder mit ihren durchschaubaren Taschenspielertricks an der Nase herumzuführen versucht, erstaunt mich immer wieder, dass Menschen, die ge-bildet schienen – Bild und Frame – sich innerhalb weniger Monate regredieren lassen, zu Ein-Ge-Bild-eten, vor  medial inszenierter Angst Erstarrten. Vom Art- bewussten, selbstbewussten, sich selbst ermächtigenden homo erectus, zum aufrechten Gang verbiegenden und buckelnden, ständig gebückt in die digitale, transportable Kommunikationsprothese Starrenden, zum ferngesteuerten Maßnahmen Empfänger in Kastenhaltung.

Ich dachte, wir Kulturschaffenden hätten durch unsere Arbeit den Menschen Mitmenschlichkeit, Verantwortung für unsere Mitwelt, Kooperationsbewusstsein, Verbundenheit mit Allem was lebt, Liebe, Freiheit, Erhaltung der Vielfalt nähergebracht, jetzt wird jedoch aus Anstand, ABSTAND.

Und die Kultur nur eine dünne Schicht, unter der wieder die Barbarei und ihre Horden-Gefolgschaft hervorbrechen.

Wie das Motto von „Menschen machen Mut“ am 14.02.2021 lautet:

„Wo die Kultur stirbt, beginnt die Barbarei.“

Heinrich Böll

Guernica“ ist keine profitable Dekoration, sondern sollte die Menschen warnen: “Bitte nicht nochmal!“.

Wie kommt es, dass im Moment die Künstler blind sind? Wie kommt es, dass sie nicht souveräner sind und angstfrei die Gefahr erkennen und sich von dem Wahnsinn distanzieren.

Wir Künstler sind am Gängelband der Macht. Leider ein altes Konzept, das die Künstler oft zu willfährigen Ideologie-Verwirklichern macht. Und das meist unbewusst, denn Künstler sind ja auch oft am Rande der Gesellschaft und brauchten Anerkennung, Zugehörigkeitsgefühl und meistens auch viel finanzielle Unterstützung. Den Geldgeber kritisiert man nicht. So haben sich Machtstrukturen wie etwa die CIA auch bereits nach dem zweiten Weltkrieg zu großen Kulturförderern entwickelt. Zeit, sich hierüber im Klaren zu werden. Wollen wir frei sein, müssen wir die Bande zu den Subventionen kappen.

Liebe Kollegen aller Sparten, wacht auf, es gibt kein Zurück mehr, die Lage verschärft sich mit jedem Augenblick, da wir unser unausgesprochenes Einverständnis durch unser Schweigen geben, diesem Machtgefüge, dass sich über die globalistische Profitgier leicht bis zu einer Handvoll gebündelter weltweiter Einflussnahme verfolgen lässt.

Man kann diese Pläne einer „neuen Weltordnung“ auch offen nachlesen bei Herrn Klaus Schwab vom WEF (World Economic Forum), dem Event 201 und den ständig auftauchenden Leaks aus diversen Ministerien und anderen Machtzentralen. Oder auch in dem man den WortFührern dieser Agenda, wie zum Beispiel Herrn Gates, genauer zuhört.

Natürlich bedarf es auch eines gesunden Menschenverstands, um zu durchschauen, dass all die Maßnahmen bzgl. dieser behaupteten Pandemie nicht zum Wohle der Menschen sind, sondern das Gegenteil bewirken. Es bedarf auch der Fähigkeit zu beobachten, dass bisher kein Virus isoliert wurde und all diese Maßnahmen und auch frühere Umgangsformen mit der Infektionstheorie im Grunde jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Die Wissenschaftler, die dies hinterfragen wurden bisher und gerade massiv mundtot gemacht, so dass die Massenmedien nicht davon berichten. Aber wer suchen kann, der findet. Man kann dieses alternative Wissen sich sehr wohl durch eigenständige Recherche aneignen und erkennen, dass im Definitionsbereich von Lebendigkeit, Gesundheit und Krankheit geradezu diametrale Gegensätze zwischen einer ganzheitlichen und der schulmedizinischen Sichtweise bestehen. Es ist Zeit, dass wir realisieren, dass die technoide, transhumanistische Sichtweise uns nicht gesünder macht, sondern kränker und uns immer weiter weg bringt von unserer intuitiven Verbundenheit zum Ganzen.

Und so bin ich die letzten Jahre einen Weg des Erwachens raus aus der uns Künstler bauchpinselnden Privilegien-Blase gegangen.

Die Sinnfrage

Die C-Time hat mich dann über das Jahr 2020 auf vollkommen neue Wege gebracht. Eine große Sinn-Frage hat sich vor mir aufgetan und ich habe zusammen mit meiner Frau versucht, die Zeichen der Zeit zu lesen. Das Schau-Spiel, das eine (Innen)Schau für Spieler und Zuschauer zugleich bedeutet, kann unter aktuellen Bedingungen nicht mehr stattfinden. Das ist traurig, aber es hilft uns nicht weiter, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Außerdem ist diese Schau zur Show verkommen und es bedarf einer Erneuerung.

Ich habe letztes Jahr unter anderem eine Veranstaltung abgesagt, in der ich „Die letzten Tage der Menschheit“ vor Menschen mit Maullappen hätte vortragen sollen. Das ist für mich undenkbar. Vor Menschen zu spielen, die ihr Gesicht nicht zeigen dürfen, bzw. glauben, es nicht zeigen zu dürfen, ist für mich ausgeschlossen. Es ist für mich auch nicht vorstellbar, Sätze wie: „Sie hörten soeben unsere tägliche Sendung von der Banalität des Bösen (…) Bitte nicht nochmal.“ zu sprechen. Texte aus der Inszenierung von «Rechnitz. Der Würgeengel» von Elfriede Jelinek. Kurz vor dem ersten Lockdown hätten hierzu Wiederuafnahmeproben stattfinden sollen. Statt diese visionäre Warnung vor dem wortgewordenen Verbrechen als Gallionsfigur des Antifaschismus auf die Bühne zu bringen, folgen alle Theater brav, so auch dieses staatlich geförderte Theater, den Anweisungen einer auf eine Person gebündelte Regierung, die den Parlamentarismus kraft dreier Ermächtigungsgesetze außer Kraft gesetzt hat. Nun wird diese «Epidemie nationalen Ausmaßes» auf unbestimmte Zeit verlängert und diese ganzen Strukturen werden früher oder später in sich zusammenfallen. Worauf wartet ihr eigentlich noch?

Wer hier nicht sieht, was gespielt wird, ist mitverantwortlich für ein Verbrechen gegen die Menschheit, das unter dem Deckmantel der Pandemie gerade global begangen wird. Wir dürfen die Verantwortung nicht an irgendwelche Instanzen abgeben, die sich kümmern. Wir alle sind gefragt, mit zu denken und zu realisieren, was sinnvoll, logisch und gesund ist. Denn die Folgen der Maßnahmen sind weltweit weitaus schlimmer als die der behaupteten Pandemie. Das sagen die offiziellen Zahlen der entsprechenden Institutionen.

Viele Initiativen entstehen, die trotz Lockdown die Restaurants öffnen – siehe etwa die GemeinWohlLobby von Marianne Grimmenstein – und sich anwaltlich vertreten lassen, da die Bußgelder nicht rechtmäßig sind.

Warum öffnen nicht die Theater oder gehen gar auf die Straße, um dort zu spielen? Die Menschen sehnen sich nach Kunst und schöpferischem, ermutigendem Reflexionsraum, sie sehnen sich nach Schönheit. Denn Schönheit bringt Heilung.

Aber hier sehen wir gleich: Das was heilt, war gerade nicht «en vogue» gewesen, in unserer so hochgelobten Hochkultur.

Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Benjamin Franklin

Vermeintliche Sicherheit versus Leben. Wo führt das hin? Die Schöpfung an sich ist ein Risikogebiet. Wären Viren derart gefährlich wie aktuell behauptet, gäbe es uns längst nicht mehr, denn nach dieser Definition gibt es Milliarden Viren und die mutieren ständig. Aber was Viren betrifft herrscht auch in der Forschung längst keine Klarheit, womöglich sind es Exosomen und haben ganz andere Funktionen als bisher vermutet. Es ist also ein geeignetes Feld, um über relativ willkürliche definierte Zahlen Vermutungen anzustellen, die hier im Falle der Pandemie globale – schädigende – Auswirkungen zur Folge haben. Aber mehr durch die Maßnahmen, als durch die Krankheit selbst. Läge es den Behörden an unserer Gesundheit, würden die Stärkung unseres Immunsystems an vorderster Stelle stehen. Und warum darf man in einer Demokratie und freien Wissenschaft das offizielle Narrativ nicht konstruktiv und fundiert hinterfragen? Bei mir, der in seinem Schauspieler-Leben Weise und Verbrecher gleichermaßen verkörpert hat und ein feines Sensorium für Machtmissbrauch entwickeln konnte, schellen die Alarmglocken.

Über solche Zustände haben wir mit unserer Kunst vielfach berichtet. Und nun sehen im Namen von Sicherheit alle weg. Auch das gab es schon. Es lohnt sich, hinzuschauen und kritisch zu hinterfragen.

Friederich Schiller, Friedrich Hölderlin, Klaus Mann, Heinrich Mann, Hans Fallada, Kurt Tucholsky mögen unsere Vorbilder sein. Wir alle haben MEPHISTO gelesen, heute wird die Parallelität nicht erkannt, wozu also unser Einsatz, wenn er leere Hülle des Statussymbols bleibt?

 Wenn man versucht, intellektuell auf die Abstraktion dieser ideologisch geführten Inszenierung einzugehen, kann man nicht mehr sehen, dass es nicht um Ideologie geht, sondern um etwas, das mit Hass gegen das Lebendige, das sich – Bewegende – und Verändernde zu tun hat.

Arno Gruen

Vierzig Jahre habe ich mit Leib und Seele die Berufung des Schauspielers ausgeübt. Jetzt sind die Rahmenbedingungen für das Leben vollkommen anders, es ist für mich wie ein Brennglas auf das Wesentliche. Das ist erst einmal, individuell bei sich anzukommen, zu Sein. Den Weg dorthin wieder frei zu legen. Neu zu fühlen und zu handeln und der Nat-ur mehr Raum zu geben. Das wird auch schöpferische Folgen haben.

In diesen Tagen erkenne ich mehr denn je, den Unterschied zwischen Kreativität und schöpferisch zu sein. Das eine ist konstruiertes (ideologisches) Programm, das andere im Einklang mit der Natur sein, schauen, reflektieren und sich daran schöpferisch erfreuen.

Wir können aus der Fülle des Seins schöpfen, wir müssen uns nichts aus den Hirnwindungen holen, es reicht zu schauen und dem Schauen Raum zu geben.

Sammlungsort statt Distanz

Ich verstehe daher den Beruf des Schauspielers mehr als den, der die Innenschau verkörpert als den, der eine Show macht. Aber wie alles, was in die Fänge dieses Systems geraten ist, ist auch dieser Bereich dem Markt anheimgefallen. Hier wird inzwischen leider mehr eine Manipulations-Show abgezogen als in die Tiefe gegangen. In dieser alles menschliche zersetzenden Ideologie bleibt nichts dem Zufall überlassen. Bis in die Feuilletons der Zeitungen wird kontrolliert, dass bloß nichts Ermutigendes und Schöngeistiges publiziert wird.

Es ist Usus, die Umstände zu kritisieren, indem man sie repliziert. So kritisiert man nicht, sondern erzeugt wie gesagt ein Kraftfeld, das dieses Zerstörerische potenziert. Und mit dem Schweigen der Künstler – aller Sparten – machen sich die zum Mitläufer, die hoffen, indem sie sich den Maßnahmen unterwerfen, würden sie „danach, wenn alles vorbei ist“ wieder dazu gehören, zur Elite, zu den Privilegierten.

Doch diese Mitläuferschaft wird nicht spurlos an ihnen vorübergehen. Denn es geht ums Ganze. Es geht um Überleben. Es ist nicht einerlei, ob man monatelang Maske trägt, eine mRNA Spritze erhält und mit seinen Äußerungen und Haltungen Andersdenke diskriminiert bzw. kriminalisiert. Dies alles hinterlässt Spuren. Am meisten schaden wir den Kindern, die all diesem Wahnsinn wehrlos ausgesetzt sind. Hier werden Mitläufer geradezu zu Tätern. Denn diese Generation wird gerade geopfert. Die ersten Anzeichen der Folgen sind bereits messbar. Wir erzeugen durch unser Wegschauen eine neue Kriegs-traumatisierte Gesellschaft. Die heutigen Kinder setzen diese menschenfeindlichen Maßnahmen mit Normalität gleich. Sie wollen sich anpassen, dazu gehören, geliebt werden, also schlucken sie diese absurden Regeln – und heißen sie sogar gut.

Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.

George Orwell

Kulturrevolution – International Sozialismus à la MAO

Was wir mit der Zerstörung der Kultur erleben, gleicht einer regelrechten Kulturrevolution. Wir brauchen nicht glauben, dass es ein Zurück zum Bisherigen geben wird. Angesichts der Gleichschaltung der Kunst und Kultur mit der Staats-raison, die keiner „raison“ (Frz. Grund/Vernunft) sondern einer Willkür gleicht, ist dies auch nicht wünschenswert.

Vielmehr möchte ich an meine Kollegen appellieren: Wacht auf! Erkennt die Parallelen zu autokratischen Strukturen. Findet neue Wege des Seins, des Zusammenlebens und des schöpferischen Einsatzes. Nutzt Euren Humor, Eure Phantasie, um diesen Wahnsinn mit Schönheit, Klarheit und Freude in Schutt und Asche zu tanzen. Die Show ist over. Das wirkliche gemeinsame Schauen macht Freude!

Lasst uns nicht kämpfen, hier ist die Übermacht eindeutig. Aber das Diabolische hat keine Phantasie, es wiederholt immer die gleichen Strukturen und Programme und wir können diese Programme durch unsere Intelligenz, unsere Weisheit, durch schöpferischen Einfallsreichtum aushebeln.

„Ich glaube an eine Revolution der Gesinnungen und Vorstellungsarten, die alles Bisherige schamrot machen wird“

Friedrich Hölderlin

Geben sie Gedankenfreiheit!

Wenn wir uns nicht trauen, die Missstände offen anzusprechen, dann können wir auf die Technologien des Geistes zurückgreifen, die Kollegen in der DDR angewandt hatten. Clandestine Botschaften in den Inszenierungen. Ich denke hier an die visionäre Arbeit von Alexander Lang und Volker Pfüller mit „Dantons Tod“ von Georg Büchner. Einfach Sand im Getriebe sein …

«Man muß nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzten vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir uns scheinbar im Widerspruch stehen. Man muß in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünften, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.»

 «Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten uns einmal schön und mutig zu sehen. Vielleicht ist alles Schreckliche im Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will.»

 Rainer Maria Rilke

 

Diese Krise ist die Chance, dass wir das Kind der Inversion, das Spaltende, Diabolische gleich mit dem Bade der Medien-Manipulation und Medizin-Diktatur ausschütten. Wir können jetzt, da alle Masken dieser Maskerade fallen gleich einen echten Neubeginn wagen, einen lebensbejahenden, in der Tiefe mit dem göttlichen (in uns) verbundenen, einen Bewusstseinssprung, der den Ursprung ganzheitlich, multidimensional definiert und dem Materialismus und Nihilismus den Rücken kehrt.

Die Kunst des Schauen – Die Schönheit im Sinne Friedrich Schillers „Dem Schönen, Wahren, Guten“ wird uns leiten!

Es ist an der Zeit unsere wahre Identität zu entfalten, und die falschen Identifikationen mit den artifiziellen Strukturen fahren lassen. Gerade wir Künstler können hier Vorreiter sein, denn wir sind gewohnt, aus der Reihe zu tanzen und das Ungewisse zum Begleiter zu haben. Wir kennen das sensible Gleichgewicht auf dem Hochseil. Widmen wir es „Dem Schönen, Wahren und Guten“, das ist überlebenswichtig, im wahrsten Sinne bereichernd und auch sehr spannend zu erzählen. Uns wurde gelehrt, dass nur die tragischen Geschichten spannend sind. Wir sind nun derart in einer tragischen Situation, dass die Geschichte der Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts die spannendste Geschichte der Welt überhaupt ist. Es geht wie gesagt ums Ganze und um das Überleben an sich.

Dieser dynamische Vorgang, sich dem „Schönen, Wahren, Guten“ zu widmen, ist nichts anderes als die Lebendigkeit selbst. In diesem Geiste schöpferisch tätig zu sein, ist Erfüllung und Freude. Sofort bemerken wir die Unterstützung von „Mother Nature“.

Erfinden wir uns erneut neu!

Anstatt ein Leben in abgedichteten vier Wänden einer Musik(hoch)schule beim Üben zu verbringen, um schneller, weiter, höher, virtuoser zu spielen und als Interpretationssklave technisch einwandfrei im Hochglanz vermarktet zu werden, dem Schönen, Wahren, Guten dienen, in jedem Augenblick, in jedem Ton, im Alltag. Keine Sensations-Lust – Empfindung des Außergewöhnlichen -, sondern „sensation“ (frz.) tief empfundenes Gefühl. Anschauung. Dem Spiel des Lebendigen zuschauen durch das eigene Tun.

Anstatt subventionierter Hochkultur lieber Permakultur. Humus, Humanität und das mit Humor Erschaffen. Dezentrale Gemeinschaften, Selbstversorgung zum Leben erwecken. Ausgemerkelte profittote Erde mit den eigenen Händen wieder zu MehrWert fürs Leben zu gestalten ist auch ein schöpferischer Akt.

Wesentliches mit erschaffen. Daraus entsteht dann der Humus einer neuen Kultur, nicht in Abhängigkeit, sondern frei und selbstbestimmt. Wohlan, es gibt viel zu tun. Möge die Übung gelingen.

Sieg-fried: der Frieden wird siegen

Ich wünsche jedem Lebewesen eine zuversichtliche, muntere, ermunternde, mutige MetAMORphose für dieses Jahr 2021, in dem die Maullappen fallen und die Menschen hinter den Masken wieder zum Vorschein (Ernst Bloch!) kommen und diese ganze diabolische Brut zur Beantwortung und Verantwortung vor ein (Menschheits-) Gericht gestellt wird. Die Arbeit am Selbst ist für diese Revolution aus dem Geiste der Liebe maßgebend. Wir brauchen keine Zeit zu verlieren, darüber nach zu denken, wie das Ganze von statten gehen kann. Es genügt, bei sich selbst anzufangen und hier kompromisslos aufzuräumen und loszulassen. Das Große ergibt sich dann daraus wie von Selbst.

Wie großartig zu denken, dass Künstler hier wieder im Sinne Diderots „Vorbilder“ sein können, indem sie diesen individuellen Prozess in ihrer Arbeit widerspiegeln und auf Bühnen erfahrbar potenzieren, so wie es auch einst Friedrich Schiller mit seinen Werken tat. Schiller schrieb nicht für die Zerstreuung, sondern hielt Bürgern wie Königen in seinen Stücken den Spiegel vor, auch immer wieder einen Spiegel, wie es sein könnte!

Er wusste genau, wie schwer es ist, auf dem Hochseil des Schönen, Wahren, Guten zu balancieren. Und Schauspiel ist hier eine Technik, eine Kunst, und der bewusste, schauspielende Mensch ein Instrument, wie man sich diesen elementaren Themen nähern kann. Am besten kann das, meiner Meinung nach, geschehen, wenn auf der Bühne des Lebens auch ein – ich würde sagen – kosmisches Gesetz respektiert wird, das da heißt: Schade keinem Lebewesen weder in Gedanken, noch in Worten oder Taten.

„Menschen machen Mut“ ist eine für diesen Prozess großartige Initiative. Dass sich hier am Sonntag mutige Kollegen zum Austausch treffen, erfreut mich zutiefst und gibt mir Hoffnung, dass wir bald die kritische Masse erreichen könnten, die das Milieu zum Kippen bringt!

Wohl endet Tod des Lebens Not,
doch schauert Leben vor dem Tod.
Das Leben sieht die dunkle Hand,
den hellen Kelch nicht, den sie bot.
So schauert vor der Lieb‘ ein Herz,
als wie von Untergang bedroht.
Denn wo die Lieb‘ erwachet,
stirbt das Ich, der dunkele Despot.
Du lass ihn sterben in der Nacht
Und atme frei im Morgenrot.

Rumi

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