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MmM Artikel zum Thema Selbsterkenntnis

Ich sehe was was Du nicht siehst

Autor: Chris vom MmM Team

Sehe ich wirklich was, was Du nicht siehst? Sehen wir das gleiche oder dasselbe? Ist da überhaupt was zu sehen? Sind die einen die Blinden und die anderen die Einäugigen?
Nur einige der Fragen, die sich aktuell viele Menschen stellen. Doch was ist die Antwort darauf und gibt es überhaupt eine?

Für die einen bin ich dick, für die anderen vollschlank, bei den dritten gar fett oder für andere ein stattlicher Mann.

Schon merkwürdig, denn ich bin doch eigentlich nur diese eine Person und kann doch damit gar nicht so viele verschiedene „Zustände“ gleichzeitig einnehmen.

Aber es geht anscheinend doch. Es geht, weil jeder der mich ansieht, dies aus einer anderen Perspektive heraus, mit anderen Vorkenntnissen und Wissen beurteilt.

Wer in einer Familie aufgewachsen ist, in der alle ein bisserl „fülliger“ sind, wird dies anders beurteilen als jemand, der in der Sportlerfamilie lebt, wo alle drahtig und muskulös sind.

Und so kommt es vor, dass ein und derselbe Mensch verurteilt und vergöttert, beschimpft und gelobt zugleich wird. Lediglich weil der eine in ihm etwas sieht und der andere nicht.

Genau das bemerken wir gerade in unserer Gesellschaft, wenn es um Menschen und deren Meinungen oder Aussagen geht.

Doch welches „Bild“ ist das echte, das richtige? Gibt es gar ein Bild das quasi ein „Vorbild“ oder „Leitbild“ sein soll oder kann?

Warum sieht der eine etwas, aber der andere nicht oder vielleicht nur verschwommen?

Wer sieht hier eigentlich was und warum?

Das eigene Bild erschließt sich einem meist auf Basis von Meinungen, die genauso von der Perspektive, aber noch viel mehr vom verfügbaren Wissen und der eigenen Interpretation geprägt sind.

Meinungen, die von Angst und Schrecken, oder auch von Egoismus dominiert sind und einem selber damit ermöglichen sollen, ein Gefühl der eigenen Sicherheit zu erlangen.

Interpretationen, die vorgefertigt wurden und nicht zu hinterfragen sind, denn die sogenannten Experten haben dies ja bereits für uns getan.

Doch es gibt Hoffnung, denn wo bekanntlich Dunkelheit herrscht, soll es auch Licht geben.

Die Hoffnung auf ein helles, warmes, augenschonendes Licht. Ein Licht, welches einem ermöglicht, dass man das sieht, was man gerne sehen will, sehen soll oder doch eines mit dem man sieht was da tatsächlich ist?

Sieht man dabei gar das viel beschworene Licht am Ende eines Tunnels oder doch eines welches dann erst angeht, wenn man endlich den eigentlichen Lichtschalter gefunden hat?

Genau diese Schalter, die Lichtquelle oder gar die erhoffte Erleuchtung zu finden, ist meist gar nicht so einfach aber auf jeden Fall erstrebenswert.
Für viele scheint es leichter, der Lichtquelle in der Ferne, am Ende des Tunnels zu folgen. Denn diese scheint ja ein durchaus erreichbares Ziel darzustellen. Und so praktisch, denn die Richtung ist bereits vorgegeben.

Warum also nicht festen Schrittes in Richtung Licht laufen um das zu sehen was dort, gut beleuchtet, für einen bereitgestellt zu sein scheint. Ohne nach links und rechts zu schauen, egal was man dabei übersieht, unabhängig der möglichen Konsequenzen, laufen die meisten direkt los.

Die Zeit drängt! Wer weiß, wie lange das Licht noch an bleibt und einem die Richtung weist.

Dabei ist es durchaus problematisch, denn man befindet sich aktuell an einer Stelle, wo die totale und Angst einflößende Dunkelheit herrscht.

Vielleicht sind die Antworten auf die Fragen, die man sich stellt, auf die erhoffte Erleuchtung und auf das, was andere bereits sehen, Du aber nicht, genau hier und nicht am Ende des Tunnels zu finden.

Wie kann man diese sichtbar machen? Wie finden? Vielleicht durch Bewegung in der Hoffnung darüber zu stolpern? Vielleicht durch Herumtasten um zu sehen, ob man einen Lichtschalter findet?

Vielleicht durch Rufen, denn es könnte sein, dass man gar nicht alleine ist und die erhofften Erkenntnisse sich ganz in der Nähe befinden?

Kann es gar sein, dass alle anderen genauso in Schockstarre im Dunkeln stehen und sich nicht trauen den Mund aufzumachen?

Fragen über Fragen, welche erst dann Antworten erhalten, wenn man sich selber in Bewegung setzt, selber aktiv wird, aber trotzdem nicht in „blinden Aktionismus“ verfällt.

Um wertvolle und selber nutzbare Erkenntnisse zu gewinnen musst Du eigentlich nur den Mund aufmachen und Fragen zu stellen:  Warum ist das so? Warum sah man Sachen früher anders als heute? Warum ist das eine erlaubt, das andere aber nicht? Warum hilft das wirklich? Worin sehen wir die Gefahren? Warum schadet mir das? Warum sieht der eine Gefahr und der andere keine? Warum wird das gemacht? Warum sieht der eine das so und der andere anders? Warum, warum, warum?

Dabei ist die avisierte Erkenntnis recht einfach sichtbar zu machen, denn wir alle könnten sehen, wenn wir nur wollten. Wenn wir uns auf uns und nicht auf andere verlassen. Wenn wir nachforschen, analysieren und vergleichen und uns dann erst entscheiden hierzubleiben oder dem Licht zu folgen.

Denn wer weiß schon, wer am Ende des Tunnels die Macht hat, auch dort das Licht wieder auszuschalten und wir erneut in der Dunkelheit gefangen sind.

Wollen wir ewiglich dem Licht am Ende des Tunnels hinterherlaufen und uns dadurch permanent leiten lassen? Ich will das nicht. Du auch nicht?

Dann nehmt die Scheuklappen ab, reißt die Hände von den Augen, setzt die Brille auf, nehmt eine Lupe zur Hand, schaltet Eure Taschenlampe ein, zündet eine Kerze an!

Seid neugierig, hinterfragt, vergleicht und schaltet Euren Verstand wieder ein.

Redet mit anderen und vergleicht Eure sichtbaren Erkenntnisse. Denn bekanntlich sehen 4 Augen mehr als 2. Und die potentielle Anzahl der Augen, die mit Euch sehen können ist schier unendlich.

Euch werden ganz bestimmt die Augen aus dem Kopf fallen. Ihr werdet viel mehr sehen, als dem einen oder der anderen lieb sein wird.

Seid mutig! Heraus aus der Dunkelheit. Finde Deine eigene Lichtquelle und verlass Dich nicht darauf, dass das Licht am Ende des Tunnels Dir ermöglicht zu sehen, was andere bereits lange vor Dir gesehen haben.

Dann bist Du an der Reihe, zu anderen zu sagen „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ und kannst ihnen dabei helfen, selber besser zu erkennen, um was es hier wirklich geht.

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